Ronda

Nach drei Tagen Jerez wollen wir weiter. Durch die ungeplanten Vorkommnisse in den letzten Wochen mussten wir ohnehin bereits einige unserer geplanten Ziele vorerst aufgeben sowie das Programm der anderen z.T. erheblich eindampfen. So fielen etwa Toledo, Cordoba, Malaga und der Naturpark Los Alcornocales dem „Streichkonzert“ zum Opfer, ebenso einige der weißen Dörfer. Ronda soll jedoch nicht dazugehören, wenngleich auch in deutlich reduzierter Form.

Heute starten wir dorthin, die wenigen Kilometer sind in gut zwei Stunden abgehandelt. Da auch dieses Ziel einer der Touristenmagnete sind, haben wir uns auf einem kleinen Stellplatz, wieder in Altstadtnähe eine Bleibe für eine Nacht ausgesucht. Da wir nicht reservieren konnten, ist frühzeitiges Erscheinen die beste Versicherung, nicht vor Verschlossenen Schranken zu enden. Alles geht gut und wir stehen am frühen Nachmittag sicher und fein. Leider wieder, wie schon in Sevilla: „hier boxt der Papst“ Touristenströme schieben sich durch die Gassen der Altstadt, insbesondere rund um die berühmte Puente Nuevo. Ein klein wenig ruhiger ist es in der alten Stierkampfarena, der ältesten in Spanien. Das Museum, welches in den Katakomben der Arena untergebracht ist, zeigt eine Hommage an diesen alten spanischen Brauch, dessen Betrachtung für mich wohl niemals in Frage käme, Tradition hin oder her.

Die schöne Altstadt rund um die Puente Nuevo müssen wir für diesmal auslassen, denn gleich morgen früh geht es weiter nach El Chorro. Dieses Ziel habe ich seit langem fest eingeplant und eine Eintrittskarte schon vor vielen Wochen fest gebucht: für den Camino del Rey. Dieses kleine Abenteuer werde ich alleine bestehen müssen, Saanes Akrophobie spricht massiv gegen einen gemeinsamen Gang durch diese atemberaubende Schlucht.





Hinterlasse einen Kommentar