Da wir in Tanger schon das frühere Schiff und nicht erst die 17:30h Fähre bekommen haben, sind wir gut dran. Das diese Fähre erst gegen 15:00 Uhr ablegt war unser Glück, sonst hätten wir bis abends warten müssen. Wir kommen also, dank Zeitverschiebung, noch am Nachmittag in Algeciras an, sind als Erste von der Fähre und schnell aus der Stadt. Bis Tarifa ist es nicht weit und, da wir so früh dran sind, gehen wir dort nochmals auf den Campingplatz Rio Jara. In aller Ruhe können wir Wäsche waschen und unsere Betten neu beziehen. Das Abendessen im Restaurant Pachamama gegenüber dem Platz schmeckt wieder wunderbar. Weinselig und müde fallen wir früh in die Betten.
Der nächste Morgen weckt uns mit strahlendem Sonnenschein. Für heute nachmittag haben wir unsere Walbeobachtungs-Tour geplant. Ein bisschen Sorge bereitet mir der angekündigte Seegang. Ich fürchte, die Beobachtung könnte ins Wasser fallen.
Wir verholen uns vom Rio Jara auf den Stellplatz nahe am Hafen in Tarifa, so können wir den Weg zum Boot per pedes erledigen. Zuvor hatten wir unsere e-bikes in der Tarifabox abgeholt. Wir hatten sie für die Marokkotour dort zwischengelagert. Im Verlauf des Nachmittags brist es tatsächlich ganz gehörig auf, nach meinem Mittagsschlaf tragen die Wellen draussen „Katzenpfötchen“.



Um 16:00 Uhr geht es dann mit Turmares los. Den Kat, den ich bei seinem Einlaufen in den Hafen von Tarifa fotografiere, benutzen wir natürlich nicht, denn dies ist die Schnellfähre nach Tanger. Wir sind ca. 60 Passagiere an Bord unseres ca. 25 Meter langen Schiffs und es geht, schaukelig, dreimal dürft ihr raten: direkt zurück nach Tanger Med, vor die marokkanische Küste! Nach fast einer Stunde Fahrzeit sind wir dort angekommen und kaum dort, heisst es „Dolphins ahead!“ Es ist wie ein kleines Wunder: kaum sind die Tiere zu sehen, lassen Wind und Welle nach!




Donnerwetter, das hätte ich nicht erwartet!
Die Tiere sind offenbar zutraulich und scheinen sich am Jubel der Zuschauer zu erfreuen. Jedenfalls zeigen sie sich zu Spielen aufgelegt und zeigen ein paar tolle Sprünge, mal backbords, mal steuerbords, ganz so, als wüssten sie, dass Zuschauer an beiden Relings stehen und ihnen applaudieren.







Ganz grosses Kino!
Doch damit nicht genug! Eine Gruppe Grindwale zeigt sich, leider meist nicht lange an meiner Reling, aber einer der Kameraden hat Mitleid mit mir und „schiebt Welle“:




Wir glaubten alle schon, dass sei es nun gewesen, da bläst doch tatsächlich ein Finnwal ganz nahe bei uns. Und nicht nur einer! Mir gelingen ein paar Fotos, über die ich wirklich glücklich bin.













Was für ein Tag! Selbst unser Guide sagt beim Abschied nehmen, dies sei ein ganz besonders guter Tag gewesen. Dankbar nehmen wir dies Geschenk an und feiern dies abends, mittlerweile herrscht Flaute, in einer der tollen Bars am Strand von Tarifa!



Nach all diesen tollen Erlebnissen, die uns auf dieser Reise vergönnt gewesen sind, werden wir jetzt erst einmal für ein paar Tage abtauchen, irgendwo ausruhen und richtig relaxen. Wir melden uns bald wieder bei Euch, dann auch wieder mit hoffentlich spannenden und informativen Reisebeschreibungen. Wir haben noch neue Pläne, nach Hause geht es (noch) nicht! Danke für Eure Treue bis hierher.
Also bis bald, Freunde!
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