Erstmal entschleunigen!

In den vergangenen zehn Wochen haben wir sehr viel gesehen und noch viel mehr erlebt. Viel Geschichte, die das Werden unseres Europa von heute so stark geprägt hat, Architektur, Kunst, Religion, das alles haben wir in den grandiosen Landschaften erlebt, durch die wir reisen durften.

Wir haben aufgeschlossene, großartige, uns freundlich gesonnene Menschen kennenlernen dürfen; interessante Reisebekanntschaften waren ebenso dabei wie Nordafrikaner, die sich durch ihre Friedfertigkeit und ihr klares Bekenntnis zu gemeinsamen abrahamitischen Wurzeln so grundsätzlich von ihren fanatischen Glaubensbrüdern weiter östlich unterscheiden. Dies alles waren Erfahrungen, die wir nicht missen möchten.

Leider gab auch ein paar wenige, nicht so erfreuliche Erlebnisse, auf die wir gerne verzichtet hätten. Sie waren zum Glück ausschließlich rein technischer Natur: die deformierte Hubstütze in l’Ampolla und den Schaden an der Fahrzeugelektrik in Coin. Beides konnte zum Glück weitestgehend geklärt werden und hat unsere Reisepläne nicht jähe durchkreuzt.

Das alles – und noch viel mehr – liegt jetzt schon in unserer „Erinnerungskiste“ für diese Reise. Ein bisschen Ordnung müssen wir in dieser Kiste allerdings erst einmal schaffen, daher die geplante Auszeit.

Und unsere weitere Routenplanung soll jetzt auch Gestalt annehmen.

Einen kleinen, verträumten und kuscheligen Ort haben wir uns dafür ausgesucht: Nerja. Ein wirklich schöner kleiner Stellplatz auf einer ehemaligen Obstplantage. Wir stehen unter alten Avocadobäumen, inmitten von bunten Blumenstauden, umgeben von Grün. Im Hintergrund rauscht das Meer, der Strand ist vielleicht dreihundert Meter entfernt. Mit ein paar wenigen Mobilen von der gemeinsamen Marokkotour treffen wir hier zusammen, „rein zufällig geplant“. Gemeinsam werden abends beim Wein die vielfältigen Facetten dieser Reise nochmals vertieft. Nach ein paar Tagen der Ruhe und Entspannung zerstreut sich nach und nach die kleine Gruppe in alle Himmelsrichtungen, nicht ohne sich zuvor Adressen und Telefonnummern auszutauschen. „Noch einmal Marokko in kleinerer Gruppe und in Eigenregie!“ So lautet die gemeinsame Idee. Schöne Aussicht, denn auch gerade diese Menschen gehören zu den großartigen Begegnungen dieser Reise…

Nerja:

Mittlerweile haben sich unsere weiteren Reisepläne ein wenig konkretisiert: Wir werden der spanischen Mittelmeerküste und dann der Côte Azur folgen, über Grimaud nach Lucca, dieser wunderschönen Stadt in der Toscana. Weiter dann „irgendwie“ in die Nähe von Assisi. Dort wollen wir unsere jüngste Tochter mit Familie treffen, nur für ein paar kurze Tage. Im Anschluss über die Steiermark, A&P in ihrer Ferienwohnung besuchen, wir haben uns so lange nicht gesehen. Dann geht’s endgültig nach Hause, zu Pfingsten wollen wir daheim sein.

Nach Nerja, welches wir am 23.04. verlassen steuern wir einen Übernachtungsplatz bei Murcia an: quadratisch, praktisch, gut! Alles picobello, aber nichts besonderes. Am nächsten Tag übernachten wir in Peñiscola. Eine schöne Stadt am Meer zwischen Valencia und Tarragona.

Peñiscola:

Über Roses, dicht bei Empuriabrava, geht es in die Bucht von Saint-Tropez, nach Grimaud, gegenüber dem berühmten Fischerdorf der Millionäre. Schon am Abend im Hafen von Roses kündigte sich die Wetterverschlechterung aus West an…

Hafen von Roses:

Leider hat sich das Wetter am Tag unserer Ankunft (26.04.) in Grimaud tatsächlich verschlechtert. Es ist alles andere als „azur“, es regnet, und somit kein Fotowetter. Wir werden hier dennoch für zwei Nächte bleiben. Denn schon morgen soll sich das Wetter wieder bessern… 





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