Ein kleiner Ausflug nach Umbrien
Wie gesagt, der der Abschied von La Vialla ist uns nicht ganz leicht gefallen, zu entschleunigd war die gesamte Atmosphäre dort.
Aber am Morgen des 7. Mai starten wir noch einmal Richtung Süden. Unser Ziel heute ist ein kleiner Agricampeggio in der Nähe von Spoleto. Unser Kinder L und J mit ihren beiden Kindern sind dort zu einer Hochzeit von engen Freunden eingeladen. Damit die beiden dieses Fest auch richtig geniessen können, haben wir uns für die Betreuung der Enkel angemeldet.
Wir stehen bei Spoleto ganz alleine auf einem Bergrücken, unter uns das weite Tal, das kleine Bauernhaus hinter uns im Rücken, die Location der Feier ist etwa einen Kilometer entfernt.

Das Wetter und die Aussicht über die Landschaft sind großartig. Die grosse Freude des Wiedersehens mit den Enkeln drückt der erste Satz von Klein K aus: „Danke Opi, dass Du wieder da bist!“ Das geht nicht nur runter wir Öl, sondern treibt uns auch „Pippi“ in die Augen!
Wir verleben herrliche, unbeschwerte Tage mit den beiden Kleinen und mit den Großen, aber meist unternehmen die etwas zusammen mit ihren Freunden. Wir geniessen die Tage, lassen uns treiben, gehen spazieren, fahren Rad und baden im Pool des Agriturismo.

Das Brautpaar nimmt uns rührend in den Kreis der Gäste mit auf, obwohl wir das eigentlich nicht wollen. Wir lernen einmal mehr auf dieser Reise sehr nette und interessante Menschen kennen, führen gute Gespräche und haben viel Freude daran.
Die Villa in der gefeiert wird, ist ein besonderer Ort, groß, alt und interessant. Mit mehreren Nebengebäuden ist die wirklich riesig und braucht viele Menschen um ausreichend „bevölkert“ zu sein, dennoch ist Villa Pianciani für uns leider keine Alternative zur alten Volpi, zu weit entfernt und wenig attraktive Umgebung.






Das Städtchen Spoleto hat ein nettes Ambiente, ist aber ansonsten leider sehr langweilig. Ein Marktplatz, ein paar einfache Geschäfte und ein Wochenmarkt mit 1-Euro Niveau, das ist alles. Witzig allerdings: um halbwegs bequem in die Altstadt zu gelangen, die oben auf dem Berg liegt, hat man schräge Tunnels unter der Stadt hinauf gegraben, in denen Laufbänder einen angenehmen Transport nach oben gewähren.









Am Montag nach der tollen Feier reisen wir weiter. Unterwegs, etwa bei Bologna, entscheiden wir uns ziemlich spontan für die „Ostroute“! Die Wahl dieser Route kam allerdings, um ehrlich zu sein, nicht ganz von ungefähr, wir hatten vorher auf unserer Reise schon Kontakt mit A+P gehabt. Nach Pfingsten wollen wir zu Hause ankommen: Enkelgeburtstage, darum müssen wir die Reise halbwegs im Voraus planen.
Es läuft gut, der Verkehr ist mässig und so schaffen wir ohne grosse Probleme die 700 Kilometer bis Villach in Österreich. Der Stop dort tut gut, die erste Frittatensuppe der Reise wieder auf Deutsch zu bestellen tut es auch und müde vom Fahren fallen wir früh am Abend in die Betten.
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