Nun ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen, sagt man ja so schön. Wir wären nur zu gerne bereit gewesen, das ganze Chaos um unser neues Mobil mit Murphy’s laws abzutun, aber dies würde das traurig Erlebte ins Lächerliche ziehen und nicht annähernd beschreiben.
Doch beginnen wir am Anfang: die Absicht, unsere Yacht, unsere geliebte Sanibonani, nunmehr abzugeben, haben wir dieses Frühjahr umgesetzt. Sie kam in gute, neue Hände und wir wünschen allzeit gute und sichere Fahrt!

Als Ersatz quasi haben wir unser Reisemobil gegen ein Modell mit etwas mehr Raumangebot getauscht; das Reisen zu Land wollen wir nun weiter intensivieren. Der „Neue“ wurde bei R nördlich von Hamburg erworben. Hätten wir zu Beginn gewusst, auf was wir uns da einlassen, ich wäre wohl laut schreiend vom Hof gelaufen.
Das Fahrzeug („aus der bestens gepflegten Mietwagenflotte des Hauses, gerade mal ein Jahr alt, aus einer Langzeitvermietung, in perfektem, einwandfreien Zustand“ – so der Juniorchef des Hauses im Youtube Werbevideo) ist vier Monate nach Übergabe und mehrfacher, z.T. heftiger Sachmängelbeseitigung immer noch nicht frei von Mängeln. Immerhin sind jetzt diverse Wassereinbrüche gestoppt, eine neue Frontscheibe drin, das Getriebe des Scheibenwischers getauscht, die Schliess-Elektronik der Aufbautüre gewechselt, das Dachheki über der Dusche getauscht, die Abgasreinigung instand gesetzt- um nur die heftigsten „Baustellen“ zu nennen.
Dies spricht Bände über Qualität, Performance und offensichtliches Selbstverständnis des Hauses R.
Ich kann jedem Interessierten nur dringend zu einer guten Rechtsschutzversicherung raten, denn erst unter massivem anwaltlichen Druck bewegte sich was für uns. Zu Details dieser unendlichen Geschichte wende man sich im Bedarfsfall gerne persönlich an mich, das könnte sehr viel Frustration ersparen…

Aber nun sind wir heute endlich zu unserer Herbstreise aufgebrochen. Am Auto funktioniert immer noch nicht alles, aber immerhin können wir jetzt hoffentlich ohne grosse Sorge damit mal etwas länger verreisen, was ja eigentlich Sinn und Zweck eines Wohnmobils ist. Ein weiterhin erforderlicher Werkstattaufenthalt bei R im Oktober sowie eine für uns wichtige Fahrwerksverbesserung (die ist aber beim professionell agierenden Fachbetrieb Carsten Stäbler in Waghäusel bei Karlsruhe beauftragt) verhindern unser ursprünglich geplantes grosses 25er Reiseziel: Algarve. Zuvor gingen in diesem ganzen Chaos schon unsere Pfingstreise und die Sommertour nach Schweden im Rauch des Ärgers auf.
Merde!
So sind wir also heute morgen zu Hause gestartet. M und H, Euch nochmals ganz lieben Dank für die Einladung gestern Abend. Es war ein toller Geburtstag mit lieben Gästen, sehr netten Gesprächen, viel Kurzweil und das Essen im Gennos war ein Gedicht!
Morgen geht es vom Etappenplatz hier bei Coesfeld weiter nach Brügge.
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