Das Wetter heute verspricht zumindest etwas mehr Sonne. Morgens holen uns unsere Freunde ab und wir fahren die paar Kilometer zur Düne. Der Wettergott hält erstmal, was er versprochen hat und wir erreichen die Dune du Pilat bei Sonnenschein. Der Parkplatz ist nur mässig gefüllt, das verspricht halbwegs vernünftige Fotos ohne Menschenmassen. Die Düne ist in der Tat riesig, mehrere Kilometer lang und etwa 100 Meter hoch. Am Nordzugang hat man, sicher auch zum Schutz der Düne vor den Besuchermassen, eine Treppe aus GfK installiert. Diese verhindert einerseits das Heruntertreten von Sand, andererseits können dadurch auch weniger fitte Besucher die Düne erklimmen.





Von oben eröffnet sich ein grandioser Blick auf den Atlantik, und die riesige Düne selbst. Die vorgelagerten Sände im Meer dienen der Düne als unerschöpflicher Sandnachschub. Der stetige Wind aus West „füttert“ die Sände durch Anschwemmung mittels Seegang und von dort durch Flugsand die Düne. Die Düne wandert aufgrund dessen zwischen einem und fünf Metern pro Jahr ins Landesinnere, den Wald, und alles was dort ist, unter sich begrabend.








Wir sitzen schauend, staunend, sinnierend oben auf der Düne und blicken hinab auf das blaue Meer. Dort, im Lee der Sände gehen Austernfischer ihrer Arbeit nach, segeln Boote im Gezeitenstrom, sind Kajakfahrer unterwegs, die die harte Strömung für ihr Fortkommen nutzen. Der Sand der Düne ist unaufhörlich in Bewegung, immer sind feine, kleine Sandrinnsale zu deinen Füssen aktiv. Vom Wind oder der Schwerkraft getrieben, arbeitet Ihr vieltausendfaches Zusammenwirken ständig und ohne Unterlass und schiebt so die Düne unaufhörlich landeinwärts. Wie die Zeit, so denke ich, die fortwährend zwischen unseren Fingern zerrinnt und nur einem, einem einzigen Ziel entgegenstrebt …
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