Wieder in heimatliche Gefilde: Münstertal – und ab dafür!

Die Tour von Arcachon bis hierher, ins badische Münstertal, haben wir nicht in einem Zuge gemacht.

Etwa bei Moulins hatten wir per App, abseits der A79, einen ansprechend klingenden Übernachtungsplatz gefunden. Der Platz – in Friedhofsnähe des Ortes- war tatsächlich nicht schlecht, aber das Dorf selbst… Ich habe mich tatsächlich nicht einmal getraut, Bilder von dieser unglaublichen Tristesse zu machen: verfallene Häuser, verwucherte Gärten. Das wohl seit Jahren geschlossene Restaurant gibt, durch eine offen stehende Türe, den Blick auf ein Messi-Ensemble vom Allerfeinsten frei. Der einzige Laden im Dorf ist wohl seit Jahren schon geschlossen. Nur Maitre Artisan in seiner ärmlichen Boulangerie hält noch ein paar Brote feil – und die Mairie hat sogar ein Vorbeet mit ein paar Blumen drauf und zeigt, neben der Tricolore, frische Farbe an Fassade und Fensterläden. Mit einem Wort: ein gruseliger Ort und ganz gewiss eine Hochburg des Rassemblement National. Die Blicke der wenigen Dorfbewohner, die uns wahrnehmen: misstrauisch und verschlossen. Nur ein paar Junge grüssen wenigstens zurück. Mit ziemlich unguten Gefühlen und einem einzigen Baguette für 1,50€ trollen wir uns zurück zum Mobil. Rotwein zum Einschlafen-können und vorsorglich gegen üble Träume. Die Nacht ist aber wider Erwartens, wohl wegen der ebensolchen Nachbarschaft, ruhig und am frühen Morgen sehen wir zu, dass wir so schnell wie möglich weiterkommen.

Man kann halt auch mal danebengreifen.

Gegen frühen Nachmittag erreichen wir heute das Münstertal im Schwarzwald. Schon einmal, zu Beginn unserer Marokkoreise, haben wir hier auf dem Camping übernachtet und das angrenzende, sehr gute Restaurant mit badischer Küche, genossen. Das wollen wir auch diesmal so halten.

Der folgende Samstag klart bald auf und wir brechen zu einer kleinen Wanderung durch das Münstertal auf. Herrlich, mal wieder richtig auszuschreiten und beim Bergangehen außer Puste zu geraten! Später belohnt uns Petrus zur Jause unterwegs sogar mit ein paar Sonnenstrahlen.

Sonntags geht es weiter nach Waghäusel. Fa. Carsten Stäbler wartet mit einer zusätzlichen Luftfederung für unsere Vorderachse auf uns. Wir können auf dem Firmengelände stehen und am Montagmorgen, pünktlich um 8 Uhr geht es los. Schon nachmittags können wir unser jetzt perfekt ausgestattetes Auto samt TÜV-Gutachten abholen und im gestreckten Galopp gehts ab nach Hause.





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