Das Ziel sollte eigentlich mal wieder ein anderes sein – naja! Auf dem Weg hierher haben wir in der Rhön übernachtet, auf dem Stellplatz eines Bauernhofs nahe Bad Brückenau. Es war eine wunderbar ruhige Nacht unter’m Sternenzelt, aber mit Nebelfeldern über der fränkischen Saale am frühen Morgen.


Am Morgen fällt die Wahl des heutigen Reiseziels auf Regensburg. Wir haben im Campingführer einen Platz direkt an der Donau, für teures Geld zwar, aber immerhin, gefunden. Gegen frühen Nachmittag kommen wir an. Unseren Stellplatz finden wir idyllisch unter hohen Ahornbäumen, die ihr herrlich goldenes Laubkleid über uns ausbreiten. Wir stehen nur wenige Meter vom Donauufer entfernt und schnell holen wir die Räder raus und radeln die kurze Strecke in die Stadt. Die Natur hat sich für uns herausgeputzt mit ihrem buntesten Kleid: es ist strahlendes Herbstwetter!

Die Stadt ist altehrwürdig, gesetzt, und dennoch jung, ein bisschen abgedreht, ein bisschen alternativ. Das liegt gewiss an den vielen Studenten, die die Straßen, die Fussgängerzone und Cafés bevölkern. Aus dem offenen Fenster einer Studentenbude in einer Seitenstrasse steigt leckerer Duft in unsere Nasen, Duft nach … na ihr wisst schon, gutes Zeugs! Der Bewohner steht mit geschlossenen Augen am Fenster, inhaliert den Rauch tief ein und hält ihn lange inne. Da hat einer offenbar Unistress und braucht dringend nervliche Beruhigung!









Bummelnd durch die alten Gassen bestaunen wir die Architektur und freuen uns am bunten Treiben. In der „Wurstkuchl“, einer alten Garküche direkt an der steinernen Brücke über die Donau haben schon vor 500 Jahren die Flussschiffer der Donau ihr Tagesmahl eingenommen. Wir bestellen uns Bier und bayrische Bratwürste mit Kraut, ebenso wie die Schiffer sie damals verspeisten.

Die Stadt bietet uns wirklich sehr viel Motive. Am nächsten Tag durchstreifen wir erneut die Altstadt. Nahe beim Dom essen wir zu Mittag, so wie ich es mir gewünscht habe: Pfannkuchensuppe und dann ein knuspriger Schweinsbraten mit Klößen in einer typisch bayrischen Gastwirtschaft, dem Weltenburger am Dom.











Das alte Lied aus Pennälerchortagen kommt mir in den Sinn:
Zu Re’nsburg auf der Kichturmspitz,
da waren die Schneider versammelt,
es ritten ihrer neunzig, ja neunmal neunundneunzig
auf einem Gockelhahn!
Widdewiddewitt dem Ziegenbock
Meck meck meck dem Schneider!
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