Vor unserer Abfahrt wollen wir nur noch schnell ins magasin des lègumes und in die Boulangerie. Zu unserer großen Überraschung ist heute hier aber auch Markttag! Diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Frisches Gemüse und Salat, Käse, Obst und frisch zubereitete Tortellini von verschiedenen Ständen wandern in unseren Einkaufskorb.
Die Fahrt nach Spanien verläuft wenig spektakulär. Aber das hatten wir ja von Anfang an so geplant: schnell und vorwiegend Strecke machen, um dann die Zeit in Andalusien verbringen. Wir kommen bis zum Delta des Ebro, nach l’Ampolla. Dort gibt es oben in den Hügeln eine einsame, wild eingewachsene Finca. Ihr Besitzer hat ein Herz für Camper und bietet ein paar wenige, einfachste Stellmöglichkeiten für Camper ohne jeglichen Schnickschnack. Wasser und Strom sind aber vorhanden und das ist für uns Comfort genug.

D ist der Eigner der Finca, ein leutseliger Schweizer. Sein Herz schlägt jedoch offensichtlich auch noch für anderes als Camper, nämlich: Autos. Von einer alten S-Klasse, 70er Jahre über zwei Porsches bis hin zu einem weißen Hummer reicht der Fuhrpark, der hier rumsteht, mehrere Motorräder eingeschlossen. Der gesamte Fuhrpark ist in grenzwertigem Zustand, allein der Hummer erscheint fahrtauglich. Immerhin que.

Die Nacht hier oben war für uns wirklich atemberaubend still und von einem fast vollen Mond hell erleuchtet. Wir haben geschlafen wie die Murmeltiere bis uns die Sonne weckte. Nach dem Frühstück wurden die weiteren Stationen bis Granada grob vorgeplant und die möglichen Unterkünfte eruiert. Für den 29.02. habe ich eine Reservierung für den Caminito del Rey gamacht. Ja, nur eine für mich, denn Saane wird mich nicht begleiten. Ihre Höhenangst spricht dagegen.
Heute nachmittag haben wir eine Radtour zum Delta gemacht. Eine halbe Stunde mit dem Rad ordentlich bergab. Quer durch zahlreiche Olivenhaine gehts dann Richtung Wasser.


Der Himmel zieht plötzlich zu und es wird schnell empfindlich kühl. Am Strand angekommen sehen wir, dass es neben den Wolken auch noch diesig geworden ist. Dennoch radlen wir noch ein gutes Stück. Auf Entfernung läuft uns noch ein Storch vor die Linse.
Morgen geht es Richtung Toledo, Valencia, so entscheiden wir, machen wir nach Marokko. Der Grund hierfür: die Küste ist rappelvoll mit Touris und wir finden einfach keinen adäquaten Platz.
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