Morgens verspricht das Wetter einen trockenen Vormittag mit auflockernder Bewölkung. Mal ehrlich: so pralle ist das Wetter hier an der Loire gerade nicht, denn in der Nacht hatten wir ordentlich Regen.
Also nach dem Morgenkaffee nix wie rauf auf die Räder. Der Weg ist nicht sehr weit, leider ist gerade der Radweg an der Loire eine Baustelle, also nehmen wir den kleinen Umweg über Vineul. Die paar Kilometer durch schöne Landschaft sind bald abgestrampelt und wir parken unsere Bikes an der Brücke über die Loire.





Im Garten der Kathedrale, einem Ort der Ruhe, steht ein grosses Denkmal für Jeanne d’Arc. Sie wurde gerade mal 19 Jahre alt und ist die Patronin der Franzosen. Im 100-jährigen Krieg verhalf sie, von göttlichen Stimmen geleitet, dem späteren französischen König Karl VII bei Orleans zum Sieg über die Engländer. Burgundische Soldaten verrieten sie später an die Engländer und Jeanne starb 1431 auf dem Marktplatz von Rouen als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen.


Die „heilige“ Inquisition, der Richter, Bischof von Beauvais, war übrigens von den Engländern gekauft, hatte wieder einmal ganze Arbeit abgeliefert. Ganze 24 Jahre nach ihrem grausamen Tod auf dem Scheiterhaufen strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, in dem das Urteil aufgehoben und Jeanne zur Märtyrerin erklärt wurde. Danke auch dafür!
Etwas nachdenklich schlendern wir weiter durch die nette Stadt.
„Nicht ohne eine Quiche Lorraine“ meldet sich S zu Wort. In der Nähe des Schlossplatzes gibts in einem Strassenbistro eine Stärkung, bevor wir gemütlich den Heimweg antreten.





Auf dem Heimweg treffen wir noch das australisches Ehepaar aus Sidney, dass wir heute Morgen auf dem Hinweg überholt haben. Ihr Mobil stehen fast neben unserem auf dem Platz. Sie sind auf einer Ein-Jahres-Tour quer durch Europa, kamen nach 56 Tagen per Cruise-Schiff in Dover an (der Flugangst wegen) und haben sich einen Camper für diese Reise zugelegt. – Auch keine schlechte Idee! Wir klönen ein bisschen und wir erzählen von unserer Enkelin, die gerade ihr Auslandsjahr bei Melbourne absolviert.
Abends lassen wir den Aufenthalt in Blois ausklingen. Es gibt noch mal einen Petit Chablis und „burger bleu“.
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