Destino dos sonhos: Cabo de São Vicente!

4. September. Schnell, viel zu schnell sind die Tage seit unserer letzten Reise verflogen, reihten sich zu Wochen, die Wochen zu Monaten. So lange liegt der Gardasee schon wieder zurück. Vieles musste angegangen werden, manch Unaufschiebbares, manch Unangenehmes erledigt, manch Trauriges durchstanden werden. Aber auch Schönes, Herzerwärmendes war uns vergönnt. Und nun sind wir bereit für unsere Herbsttour. An der Überschrift lesen Eingeweihte ab, dass sich unser ursprüngliches Reiseziel geändert hat. Ereignisse, die wir nicht beeinflussen konnten, veranlassten uns, Marokko als Reiseziel in diesem Jahr aufzugeben. Wir werden in Europa bleiben und uns auf die Iberische Halbinsel konzentrieren. Es soll über das Baskenland und durch Portugal an die Algarve gehen. Dann weiter im Bogen über die Costa del la Luz und Andalusien wieder in heimatliche Gefilde. Acht bis neun Wochen haben wir dafür grob veranschlagt.

Die Reise beginnt, wie unsere letzte auch, mit einem Besuch bei  meinem alten Freund R im Westerwald. Sein Jubiläumsgeburtstag ist für den 5. September geplant da dürfen und wollen wir in der Schar der Gratulanten nicht fehlen! Vor 100 Semestern hatten R und ich eine WG, gewissermaßen im Schatten der alma mater, – und nicht nur diese gemeinsame Zeit des Lebens verbindet uns sehr.

Über das hessische Grünberg reisen wir entlang der Lahn an, verleben kurzweilige Stunden bei der sehr gelungenen Feier, schliessen neue Bekanntschaften, treffen alte Weggefährten, machen interessante Erfahrungen. Erst spät finden wir unseren Weg ins Mobil und schlafen wie die Babies. I und R, es war ein tolles Fest, Euch und Eurer Familie, die sich soviel Mühe gab, vielen Dank für die wunderschöne Feier!

Am Sonntagmorgen starten wir über Luxemburg nach Frankreich. Es wird warm, sehr warm heute. Das Thermometer steht mittags bei 33 Grad. Die Fahrt verläuft unspektakulär, wie auf französischen Autobahnen halt meistens, unsere Gedanken und Gespräche kreisen um das gestern erlebte.

Abends treffen wir in Seurre ein, einem kleinen Örtchen südlich von Dijon, an der Saône gelegen.

Es ist kleiner Ort mit nettem Stellplatz, direkt an der Saône gelegen, hat einen Yachthafen am Fluss, eine kleine Promenade, einen SuperU und eine Tankstelle – das wars. In vielen Orten Frankreichs gibt es Stellplätze wie diesen von „Camping-car park“, alle mit etwa gleichem Standard: sicher umfriedet, Zugangskontrolle, Wasser, Strom, Entsorgung – das ist alles. Und mehr braucht man ja nicht als Etappenplatz. In Seurre treffen wir auf unsere Freunde H und C aus der Nähe von Kiel. Wir sind schon vor Jahren zusammen in Marokko gewesen und hatten diese Reise ebenfalls gemeinsam geplant – und später umgeplant. Grosses Hallo und Wiedersehensfreude, sie haben den Stellplatz neben ihrem Hymer für uns frei gehalten, sodass wir direkt dort stehen können. Abends machen wir einen kurzen Gang an die Promenade, mischen uns unter die Einheimischen und nehmen einen Aperitif im Sonnenuntergang.

Wir hatten ja die ganze Strecke bis ins Baskenland als „vol d‘oiseaux“, also kürzestmögliche Strecke, ohne grosse Aufenthalte, geplant. Folgerichtig starten wir durch am Montagmorgen, nach einem kurzen Einkauf im SuperU. Unser Ziel: das 470 km entfernte Donzenac im Nouvelle Aquitaine. Die Fahrt wird wieder sehr heiß, Lorenz brutzelt uns ordentlich, unser Ziel ist heute wieder ein Stellplatz von CCP. Abends holen wir die Sommerküche raus und kochen uns ein richtiges Abendessen. Bei einem Glas Wein lassen wir den Abend ausklingen.

Ich bin froh, als wir am nächsten Spätnachmittag, also Dienstag, den 08. September in Labenne kurz vor Biarritz die Atlantikküste erreichen. Das Wetter ist immer noch sehr angenehm und wir richten uns auf dem Camping Silvamar ein. Jetzt sind zwei Tage Ausruhen angesagt, das geht auf einem solchen Platz am besten. Um ehrlich zu sein, die Kilometer der letzten Tage blieben mir nicht im Hemd stecken…





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