Gut erholt geht es für uns am „nine-eleven“, dem Geburtstag unserer Enkelin K, weiter. Bevor es auf die Piste geht, hilft mir C, unser „Expeditionsarzt“, ein, zu Hause vergessenes, Medikament zu besorgen. Das klappt in einer überaus freundlichen französischen Apotheke ohne Probleme.
Bei vormittags bedecktem Wetter geht es anschließend Richtung Spanien. Schon gegen Mittag erreichen wir unseren geplanten Stellplatz an der Küste doch – o weh – er ist rappelvoll und wir müssen improvisieren. Meine Reservierung auf diesem beliebten Platz lief ins Leere, nun stehen wir „gekniffen in Lee“ und ohne Platz da. Aber auf einem städtischen Areal in Mungia finden wir bald für zwei Plätze nebeneinander – und für uns ist die Welt wieder in Ordnung. Wir können 48h hier kostenfrei stehen und das langt uns allemal für Bilbao. Noch am Nachmittag fahren wir in 30 min mit dem Bus hinein in die Altstadt, das Ticket für ganze 2,25€. Schicko!







Die Stadt empfängt uns mit geschäftigem Trubel und im Zentrum mit durchaus reizvoller Architektur. Wir bummeln durch die alten Strassen, fotografieren und lassen uns die Pintxos an der Plaza Nuevo schmecken.




Gegen 22:00 Uhr nehmen wir den Bus zurück zum Stellplatz und finden unsere Mobile in allerbester Gesellschaft gut bewacht vor. Mit einem Gläschen Weißen beschließen wir diesen Tag, der nach turbulenter Phase dennoch einen schönen Verlauf nahm. Nach herrlich ruhiger Nacht auf dem Platz machen wir uns nach einem schnellen Frühstück fertig, um erneut in die Stadt zu fahren. Heute haben wir uns das Guggenheim Museum vorgenommen. Herrliches Wetter erfreut uns und bevor wir unsere Eintrittszeit erreichen, erkunden wir diese außergewöhnliche Architektur ausgiebig von außen. Schon die Gestaltung des Museums ist so außergewöhnlich, dass allein dies eine Reise nach Bilbao rechtfertigen würde.







Noch beeindruckter sind wir allerdings vom Inneren und besonders von den Ausstellungen, die wir dort besuchen. Dauerexponate bedeutender zeitgenössischer Künstler genauso wie die temporären Ausstellungen von Ruth Asawa und Jasper Johns, dem Künstler aus Augusta, Georgia, fesseln uns über Stunden. Man könnte Tage hier verbringen! Unsere einhellige Meinung: unbedingt ansehen!














Kunst macht müde – und hungrig! Also geht es gegen Abend nochmals in die Altstadt und dicht bei der Kathedrale nehmen wir wieder- dreimal dürft ihr raten – Pintxos und Wein zum Abendessen. Einfach zu köstlich! Wir sitzen draussen, auf der Strasse vor der Bar, beobachten und geniessen den Trubel und das Treiben der Einheimischen um uns herum, die – es ist Samstag, fein herausgeputzt und sichtlich gewillt sind, das Wochenende zu feiern.

Friedliche Fussballfans in Trikots des Atletico Bilbao sind darunter, Jung und Alt schiebt durch die Gassen, gibt sich jugendlich fröhlich, oder altersgemäß distinguiert, ausgelassen oder würdevoll gesetzt. Ein altes Ehepaar, wohl weit über achtzig, fein gekleidet, geht mit kleinen Schritten, sich gegenseitig haltend, Arm in Arm, an unserem Tisch vorüber. Ein schönes Bild, das einem feuchte Augen macht! Die ganze Atmosphäre um uns herum ist zum Wohlfühlen und schlicht zum Verlieben…einfach ein baskisches savoir-vivre!
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