Fuseta

ist unser nächstes Ziel. Da wir noch nicht wissen, ob wir dort mit unserem Mobil stehen können, planen wir es zunächst als Zwischenstop. Die Strecke von Lagos nach Fuseta ist nicht lang, daher entscheiden wir uns für die N125 anstatt der Autobahn. Die Brücke über den Arade bei Portimão hat eine beeindruckende Spannweite, unter uns liegt das, bei Ebbe trocken fallende, große Flussdelta.

Wir haben Fuseta nicht zufällig als Ziel gewählt: Zum einen liegt es liegt direkt am Meer und darüber hinaus: N und M, ein befreundetes Ehepaar unser jüngsten Tochter haben dort, im Geburtsort von M, geheiratet. Auch wir kennen die beiden gut und haben sie schon vor Langem in unsere Herzen geschlossen. Da ist es nur zu selbstverständlich, dass wir dieses Städtchen auch kennenlernen wollen. Zudem haben sich N’s Eltern, die wir auch aus unserem Heimatdorf kennen, hier ein Domizil eingerichtet und sie sind zufällig gerade dort. Also werden wir auch ihnen „Guten Tag“ sagen.

Entgegen unserer eigentlichen Gewohnheit, nutzen wir wieder den örtlichen Campingplatz von Fuseta Er liegt direkt im Ort am Hafen, zum Strand sind es keine 3 Minuten Fußweg. Er ist allerdings, sagen wir mal: gewöhnungsbedürftig. Einige, sehr in die Jahre gekommene Dauercampingwagen stehen herum, umgeben von ebenso alten Gerätschaften wie: Fahrrädern, Möbeln, Booten, Teppichen. Kurz: kein sehr erbaulicher Anblick, – wir sehen großzügig über die kleinen Schönheitsfehler hinweg, und weil der Platz so günstig liegt und es für uns keine andere Stellplatzmöglichkeit gibt.

Fuseta selbst ist ein Städtchen, daß seinen ursprünglichen Charakter weitestgehend bewahren konnte. „Lost in Fuseta“, dieser Krimititel ist durchaus als Kompliment zu verstehen!!  Der Tourismus ist eher verhalten, der Ortskern, nur zwei oder drei Strassen im Geviert, hat traditionelle Bebauung und alte, schnörkellose Substanz.

Geprägt ist Fuseta bis heute von Klein-Fischerei, die zwischen Festland und der vorgelagerten Insel, vor allem vom vom Krabbenfang lebt. Im kleinen Mercado Municipal wird vormittags der Fang des Tages und etwas frisches Gemüse und Obst zum Kauf angeboten, alles ist, wie gesagt, noch sehr ursprünglich, einfach und traditionell.

Tatsächlich bleiben wir ungeplant gleich mehrere Tage, so gut gefällt es uns hier auf der zweiten Blick! Ein Frühstück am Morgen in der Pastelaria am Marktplatz besteht nur aus einem Toastbrot mit Schinken und Käse, einer Pastel de Nata und einer Tasse Americano.

Die Sättigung hält den ganzen Tag an – unglaublich! Der Strand zwischen Ort und Insel erfrischt herrlich, liegt sonnig und einladend direkt vor unser „Haustür“.

Eine Fahrradtour zu viert, mit H und C, führt uns durch die Salinen, vorbei an Fischerhütten und netten Häusern ins 14 Kilometer entfernte Santa Luzia.

Die örtliche Gastronomie, eine nette Tapasbar, erfreut uns mit schmackhaften Fischgerichten.

Noch ein Strandtag, etwas Faulenzen in der Sonne, dann geht leider unsere Zeit in Portugal dem Ende entgegen: morgen schon werden wir in Spanien sein.

Wir haben dieses Land als besonders liebenswert, freundlich und entspannt kennengelernt. Portugal hat viele beeindruckende Orte, eine reiche Geschichte und es begeistert mit überaus grandiosen Landschaften, auch hat es ein sehr angenehmes Klima zu dieser Jahreszeit. Die Menschen haben wir als überaus aufgeschlossen, positiv, stets freundlich und immer sehr hilfsbereit kennengelernt.

Adeus Portugal, Nós gostamos muito de vôce! Nós definitivamente voltaremos!

Auf Wiedersehen Portugal, Du hast uns sehr gut gefallen! Wir kommen bestimmt wieder!





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